Wissen, das stärkt: Wie WOERLE Partnerhöfe begleitet

Gute Heumilch ist das Ergebnis von Erfahrung, genauem Hinsehen und laufender Weiterbildung. Deshalb setzt die Privatkäserei WOERLE in der Zusammenarbeit mit rund 500 Milchbäuerinnen und Milchbauern aus dem Flachgau und dem Mondseeland konsequent auf Wissensvermittlung. Kurse, Workshops und Webinare unterstützen die Betriebe dabei, ihren Alltag am Hof weiterzuentwickeln, nachhaltiger zu wirtschaften und bewährtes, teils fast vergessenes Wissen wieder aufzugreifen. Viele Höfe liefern bereits seit Generationen an die Privatkäserei, manche Familien sind zusätzlich über Arbeitsplätze oder Lehrstellen mit WOERLE verbunden. Diese gewachsene Nähe erleichtert den offenen Austausch auf Augenhöhe.

Praxiswerkstatt „Nisthilfen bauen“
Praxiswerkstatt „Nisthilfen bauen“
Wissen als zentrale Form der Unterstützung

Seit fünf Jahren bietet WOERLE ein eigenes Weiterbildungsprogramm für seine Milchlieferant:innen an. Im Zentrum stehen Themen, die im Alltag direkt relevant sind: Tierwohl, Nachhaltigkeit, Klima & Energie, Bewirtschaftung sowie soziale Fragen. Die Angebote sind für die Bäuerinnen und Bauern kostenfrei und bewusst praxisnah angelegt. Ziel ist es, die Höfe in ihrer täglichen Arbeit zu stärken. Die hohe Auslastung der Veranstaltungen und bereits rund 1.500 Teilnehmer:innen zeigen die Offenheit der Betriebe für neue Impulse und fachlichen Austausch.

Ein Beispiel: Homöopathie im Rinderstall

Wie solche Wissensangebote konkret aussehen, zeigte der im November durchgeführte Kurs „Homöopathie im Rinderstall“, der bis auf den letzten Platz ausgebucht war. Rund 50 Bäuerinnen und Bauern beschäftigten sich damit, wie homöopathische und pflanzliche Anwendungen die tierärztliche Betreuung sinnvoll ergänzen können.

Im Fokus standen genaue Tierbeobachtung, Prävention und die Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte. Besprochen wurden zum Beispiel klassische Hausmittel wie Ringelblumensalbe oder pflanzliche Tees, die bei leichten Beschwerden unterstützen können. Der Grundgedanke: Die Schulmedizin soll nicht ersetzt werden, vielmehr geht es darum, frühe Anzeichen besser zu erkennen, die Herde gesamthaft im Blick zu behalten und zusätzliche, schonende Möglichkeiten zur Unterstützung zu kennen.

Viele Teilnehmer:innen betonten, dass hier Wissen aufgegriffen wurde, das in der bäuerlichen Praxis teilweise in den Hintergrund gerückt ist und nun wieder einen Platz im Betriebsalltag findet.

 

Nachhaltigkeit, die den Arbeitsalltag erleichtert

Ein Schwerpunkt der Wissensvermittlung durch WOERLE liegt auf Nachhaltigkeit am Hof. Dabei geht es um Lösungen, die sich ohne großen zusätzlichen Zeit- oder Kostenaufwand umsetzen lassen und den Betrieb zugleich bereichern. Inhalte sind etwa standortangepasste Wiesenbewirtschaftung, mehr Artenvielfalt auf den Flächen, Energiesparen im Stall, naturnahe Strukturen für Insekten und Kleintiere oder funktionierende Nährstoffkreisläufe am Hof.

Diese Themen sind eng mit der 360° Nachhaltigkeitsstrategie WOERLE WIRKT WEITER verbunden. WOERLE denkt Nachhaltigkeit gemeinsam mit seinen Zulieferbetrieben, etwa wenn es um biodiversere Heumilchwiesen, geringere Emissionen oder effizientere Energienutzung geht. In diesem Zusammenhang unterstützt das Unternehmen die Höfe zusätzlich mit einer CO2 Prämie, die ressourcenschonende Maßnahmen am Betrieb honoriert.

Wissenstransfer in Theorie und Praxis
Wissenstransfer in Theorie und Praxis
Lernen in beide Richtungen

Die Praxiswerkstätten und Webinare sind bewusst dialogisch angelegt. WOERLE gibt Wissen weiter, erhält aber gleichzeitig Rückmeldungen aus dem Betriebsalltag. Welche Maßnahmen funktionieren gut, wo gibt es Hürden, welche Themen gewinnen an Bedeutung.

Diese Erfahrungen fließen in die Weiterentwicklung der Kursangebote sowie in Projekte zu Artenvielfalt, Klimaschutz und Hoforganisation ein. So entsteht eine Partnerschaft, in der Wissen geteilt, Praxis ernst genommen und Zukunftsthemen gemeinsam gestaltet werden. Genau hier setzt WOERLE WIRKT WEITER an.