Agroforst-Futterhecken: Wie WOERLE Landwirtschaft nachhaltig mitgestaltet
Mehr Tierwohl, stärkere Böden, lebendige Biodiversität – mit einem neuen Kooperationsprojekt setzt WOERLE einmal mehr ein Zeichen für eine enkeltaugliche Zukunft in der Milchwirtschaft. Gemeinsam mit der HBLA Ursprung wurde ein innovatives Agroforstprojekt realisiert, das viele Vorteile für Tiere, Natur und Klima bringt.
Im Frühjahr 2025 wurden am Gelände der HBLA Ursprung rund 600 Gehölze auf einer Länge von 300 Metern gepflanzt – und das nicht zufällig: Die sogenannte Agroforst-Futterhecke soll gleich mehrfach wirken. Sie dient als natürliche Weidebegrenzung, liefert nahrhafte Zusatzfutterquellen, schützt die Tiere vor Witterungseinflüssen und trägt gleichzeitig zur Förderung der Artenvielfalt und Bodenqualität bei.
„Wir sind in Österreich die Ersten, die dieses innovative Agroforstsystem zur Futternutzung bzw. als Weidebegrenzung fördern. Gesunde Kühe sind das Herzstück unserer Landwirtschaft. Die Futterhecken liefern wertvolle Nährstoffe und bieten natürlichen Schutz vor Wind und Wetter – ein wichtiger Beitrag für eine zukunftsfähige Milchproduktion“, erklärt Geschäftsführer Gerrit Woerle.
Agroforstsysteme kombinieren gezielt Bäume und Sträucher mit klassischen Weideflächen. Das hat mehrere Vorteile:
- Schatten und Mikroklima: Die Gehölze spenden Schatten, regulieren das Mikroklima und mildern Hitzeextreme – gerade bei zunehmenden Wetterkapriolen ein echter Pluspunkt.
- Futtervielfalt: Das frische, verdauliche Laub liefert zusätzliche Nährstoffe, die das Futterangebot bereichern.
- Bodenschutz: Die tiefen Wurzeln stabilisieren den Boden, verbessern die Wasserspeicherung und helfen, Erosion zu verhindern.
- Klimaschutz: Agroforstflächen binden mehr Kohlenstoff als reine Wiesen – ein wichtiger Hebel in der Reduktion von landwirtschaftlichen Treibhausgasen.
Nachhaltigkeitsmanagerin Diana Reuter ergänzt: „Selbst auf den Methanausstoß unserer Kühe wirkt sich das positiv aus. Die natürliche Rinde der Sträucher enthält Tannine, die die Verdauung unterstützen und zur Methanreduktion beitragen.“
Ein besonderer Aspekt des Projekts ist die enge Einbindung der Schüler:innen der HBLA Ursprung. Zwei engagierte Maturanten – Michael Aberger und Noah Fischer – haben die Anlage der Futterhecke im Rahmen ihrer vorwissenschaftlichen Arbeit geplant und dokumentieren laufend die Entwicklungen.
Dabei geht es nicht nur um technische Daten: Auch das Verhalten der Tiere, ihre Gesundheit sowie die Auswirkungen auf die Milchleistung werden langfristig untersucht. Weitere Diplomarbeiten sollen folgen – praxisnah, fundiert und zukunftsorientiert.
Mit dem Projekt rund um die Agroforst-Futterhecken erweitert WOERLE sein Nachhaltigkeitsprogramm WOERLE WIRKT WEITER um eine weitere innovative Maßnahme. Es zeigt eindrucksvoll, wie Tradition und Zukunft in der Landwirtschaft Hand in Hand gehen können – für gesunde Tiere, eine lebendige Umwelt und eine klimafitte Milchproduktion.
