Praxiswerkstatt Ansitzstangen

Greifvögel und Eulen können in der Kulturlandschaft zur natürlichen Regulierung von Wühl- und Feldmäusen beitragen – wenn sie passende Strukturen vorfinden. In der Praxiswerkstatt „Ansitzstangen bauen“ verband WOERLE (gemeinsam mit dem ÖKL) Vogelbeobachtung und Artenwissen mit dem Bau stabiler Ansitzstangen, die sich mit überschaubarem Aufwand am Betrieb umsetzen lassen.

Greifvogel im Flug vor blauem Himmel, Symbolbild für natürliche Schädlingsregulation im Landwirtschaftsraum
Wenn Greifvögel die Landwirtschaft unterstützen

Greifvögel und Eulen sind beeindruckende Jäger. Gleichzeitig übernehmen sie in der Kulturlandschaft eine wichtige Funktion, weil sie zur natürlichen Regulierung von Wühl- und Feldmäusen beitragen können. Damit sie ihre Umgebung gut überblicken und gezielt jagen können, brauchen sie geeignete Strukturen. Eine stabile, ausreichend hohe Ansitzstange kann dabei eine einfache und wirksame Unterstützung sein.
Mit der Praxiswerkstatt „Ansitzstangen bauen für Eulen und Greifvögel“ griff WOERLE gemeinsam mit dem ÖKL genau dieses Thema auf. Die Veranstaltung verband Naturschutzwissen, Vogelbeobachtung und praktische Umsetzung an einem Ort.


Vogelwelt verstehen und Lebensräume stärken

Ein zentrales Element der Werkstatt war die vogelkundliche Exkursion rund um die HBLA Ursprung. Gemeinsam mit dem Förster und Ornithologen Dr. Michael Wirtitsch erkundeten die Teilnehmer:innen die Vogelwelt der Umgebung und beschäftigten sich mit der Bestimmung verschiedener Arten. Ergänzt wurde das Programm durch Videodokumentation und gemeinsame Auswertung. So entstand ein Zugang, der Beobachtung, Wissen und Praxis eng miteinander verbindet.
Gerade dieser Blick auf Zusammenhänge ist für landwirtschaftliche Betriebe wertvoll. Wer die Tierwelt am eigenen Standort besser kennt, kann Maßnahmen gezielter setzen und Lebensräume mit konkretem Nutzen schaffen.

Vom Wissen ins Tun

Im Praxisteil wurden gemeinsam Ansitzstangen für Eulen und Greifvögel gebaut. Dabei wurde unmittelbar sichtbar, wie mit überschaubarem Aufwand Strukturen entstehen können, die in der Fläche wirksam sind. Entscheidend ist, dass die Sitzstangen ausreichend hoch und stabil verankert sind, damit die Tiere den nötigen Überblick haben.

Artenvielfalt als Teil des Hofalltags

Wenn Greifvögel und Eulen auf landwirtschaftlichen Flächen geeignete Ansitzmöglichkeiten finden, profitieren davon nicht nur einzelne Arten, sondern auch das Zusammenspiel im Lebensraum. Solche Maßnahmen machen sichtbar, wie Artenvielfalt im Betriebsalltag mitgedacht werden kann. Genau diese Verbindung von Praxis, Naturverständnis und Austausch prägt viele Formate im Rahmen von WOERLE WIRKT WEITER.